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Soziale Arbeit im Sportverein als Maßnahme der Integration


Für die Verantwortlichen in einem Sportverein geht es natürlich um sportlichen Erfolg und eine solide Vereinsarbeit. Dabei sollen nach Möglichkeit alle Spaß haben. Das gilt im Besonderen auch für die gesellschaftlichen Randgruppen, die es im alltäglichen Leben schwer haben, sich in diese Welt zu integrieren. Es braucht also auch Sport für Menschen mit einer Behinderung, spezielle Angebote für Frauen und Kinder und Menschen, die medizinische Probleme haben. Dazu muss in der Gruppe eine ganz wichtige Integrationsarbeit geleistet werden. Kinder aus schwierigen Verhältnissen müssen in die Gemeinschaft aufgenommen werden, ebenso wie Flüchtlinge oder Zugezogene, die besonders auf den Kontakt zu den neuen Mitmenschen angewiesen sind und wenn es nur ist, um die Sprache und Kultur etwas besser zu verstehen.

Gelebte Integration nahe an den Menschen

Für die Sportvereine sind alle Mitglieder wichtig. Sie geben sich große Mühe, auch Menschen mit Behinderung mit in ein Sportprogramm einzubinden. So haben sie, je nach Grad der Behinderung, die Möglichkeit, mit den anderen Sportlern zusammen zu trainieren oder aber beispielsweise in einer Rollstuhl-Basketball-Gruppe ihrem Lieblingssport nachzugehen. Der Kontakt zu den anderen Sportlern ist nicht nur eine nette soziale Komponente, sondern auch ein entscheidender Teil der Integration in unsere Gesellschaft, die nur allzuschnell dazu neigt, Menschen auszuschließen, weil sie nicht der Norm entsprechen. Behinderte Sportler vollbringen ebenfalls grandiose Leistungen und gerade der Sportverein hat alle integrativen Mittel zur Verfügung.

Auch der große Flüchtlingsstrom, der Deutschland 2015 getroffen hat, hinterlässt seine integrativen Spuren. Es müssen Menschen mit einer fremden Sprache und einer anderen Kultur an die deutsche Sprache und Kultur herangeführt werden. Im Sport kann das viel unkomplizierter geschehen, als dies politisch manchmal so ausgedacht wird. Hier entstehen schnell Freundschaften und ein Gespräch am Rande des Trainings kann auch einmal mit Händen und Füßen geführt werden. Die Sportvereine der Kreisregion Hameln-Pyrmont erfüllen hier eine wichtige gesellschaftliche Aufgabe, die ihnen aber Freude bereitet. Nichts ist schöner, als lachende Menschen bei sportlichen Aktivitäten zu sehen.